Startseite
Vereinskalender Schützenjahr 2011 / 2012 Schützenjahr 2010 / 2011 Schützenjahr 2009 / 2010 Schützenjahr 2008 / 2009 Schützenzüge Jungschützen Chronik Satzung Links Informationen Zurück zum Inhalt Seite drucken

Chronik


Die Bruderschaft 600-Jahrfeier 1949 650-jähriges Jubiläum Vergangene Schützenjahre Diözesanjungschützentag Königssilber und Fahne Schöffensiegel und Wappen Ehrentafel

Gästebuch Schnellkontakt Impressum Rechtliches ... Sitemap

Wetter Grevenbroich







Meine Empfehlungen Buchung direkt hier























Geschichte der Bruderschaft


Ein Jahr vor der Jahrtausendwende, im Jahre 1999, feierte die St. Sebastianus Schützenbruderschaft Hemmerden ihr 650-jähriges Bestehen. Die Bruderschaft wurde im Pestjahr 1349 gegründet. Ihre Aufgabe war es sicherlich in der kaiserlosen Zeit für den Schutz der Bevölkerung zu sorgen und kirchliche Aufgaben zu übernehmen.

Im Jahre 1659 erfolgte die Neugründung der Bruderschaft unter dem Protektorat der Herren von Schloß Dyck. Graf Franz Salm regelte 1686 die Statuten der Sebastianer. Danach diente die Bruderschaft St. Sebastianus dem Schutz des katholischen Glaubens und dem Schutz der Prozessionen bei feierlichen öffentlichen Umzügen. Die Herren auf Schloß Dyck gaben den Sebastianern über Jahrhunderte hinweg Orientierung.

Die Verbundenheit mit dem Haus Salm-Reifferscheid-Dyck zeigt sich auch im reichen Schützensilber, das der jeweilige König der Sebastianer an den Festtagen trägt. So stiftete die erste Platte des Königssilbers nach dem Wiederaufleben der Schützenfeste im Jahre 1732 Anna Franziska, verwitwete Reichsgräfin zu Salm-Dyck. Auf dem siebten Wappen lautet die Inschrift: „Zur Erinnerung an den Einzug des Fürsten und Altgrafen Alfred zu Salm-Reifferscheid und der Fürstin Maria, geborene Gräfin von Bellegarde, im Mai 1732“.

Der Leitsatz „Glaube, Sitte, Heimat“ hat für die St. Sebastianus Bruderschaft Hemmerden seit Jahren eine tiefe Bedeutung. Dort, wo sich einst reiche Römer entlang der alten Heerstraße von Novaesium (Neuss) zur gallischen Provinz Belgica (dem heutigen Belgien) niederließen, sind die Sebastianer Bewahrer einer lebendigen Tradition. Sie repräsentieren in Hemmerden, das 1226 erstmals urkundlich erwähnt wird, nicht nur mit ihrem Heimatfest einmal im Jahr eine lebens- und liebenswerte Dorfgemeinschaft. Für die Bruderschaft ist es ebenso wichtig, dass sich Nachbarn einander helfen und füreinander da sind. So dient die Bruderschaft auch der Integration. Bei den Sebastianern findet der Neubürger schnell Anschluss.

Die Hemmerdener Bruderschaft feiert ihr Schützenfest stets am ersten Wochenende im Juli. Es wird Samstags mit den Glocken der Pfarrkirche St. Mauri eingeläutet, begleitet von Böllerschüssen, die den Alltag vertreiben. Höhepunkt am Samstag ist jedes Jahr ein mit Spannung erwarteter Fackelzug, bei dem vor allem Dorfereignisse glossiert werden.

Der jeweilige König steht am Sonntag im Mittelpunkt: beim Festhochamt, bei der Gedenkfeier und bei den Paraden. Am Montag ist sein Regierungsjahr zu Ende. Dann wird der Nachfolger gekrönt, der am Fronleichnamstag den Vogel von der Stange holte. Bälle und Umzüge runden das Bild der feierlichen Schützenfesttage ab.

Die vielen Besucher, die Hemmerden jedes Jahr zum Schützenfest erleben, verfolgen ein stolzes Regiment. Oberst Paul Winkelmann führt gemeinsam mit seinem Adjutanten Peter Trümper mehr als 350 Schützen durch das festlich geschmückte Dorf. Hinzu kommt eine stattliche Anzahl an Musikanten.

Das Regiment besteht aus 17 Zügen. Hinzu kommen die Vorreiter und der Nachwuchs der Sebastianer, die Tellschützen. Die drei Vorreiter führen das Regiment an, direkt dahinter kommt das Sappeurcorps. Es folgen die Grenadiere und die Jäger.

So bilden die Schützen der St. Sebastianus Schützenbruderschaft Hemmerden das äußere Zeichen einer intakten Dorfgemeinschaft, die in der heutigen schnelllebigen Zeit an den Überlieferungen der Vorfahren festhält. Die Bruderschaft definiert ihre Ziele jedoch nicht allein aus der Vergangenheit. Für sie ist das Leitwort „Aus alter Wurzel neue Kraft“ Auftrag und Verpflichtung, um den Menschen in Hemmerden – ob jung oder alt- in jeder Hinsicht eine Heimat zu bieten.